ENIGMA im Computertomografen

Am Dienstag, den 6. April fand man in zahlreichen deutschen Medien die aktuellen Informationen über sieben ENIGMA-Chiffriermaschinen aus dem zweiten Weltkrieg, die zufällig von Tauchern in der Ostsee gefunden wurden: In einer neu gegründeten Kooperation zwischen dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein und dem Fraunhofer IMTE werden die Maschinen mittels Computertomografie analysiert, digital archiviert und für ihre spätere Restaurierung vorbereitet, um schließlich in der Stiftung Schleswig-Holsteinisches Landesmuseen Schloss Gottorf ausgestellt zu werden.

Das Fraunhofer IMTE hat kürzlich in ein YXLON FF35 CT System investiert. Allerdings wissen Eingeweihte, dass unser Applikationslabor maßgeblich an diesem Projekt beteiligt war.

Thorsten Buzug, geschäftsführender Direktor der Fraunhofer-Einrichtung für individualisierte und zellbasierte Medizintechnik (IMTE), zeigt eine Enigma-Verschlüsselungsmaschine, die mit einem hochauflösenden industriellen Computertomographen untersucht wurde. (Copyright: Axel Heimken / dpa)


(Copyright: ALSH)
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Chiffriermaschine Enigma: Welche Geheimnisse offenbart der Fund aus der Ostsee?
Chiffriermaschine Enigma: Funde aus der Ostsee werden erforscht - [GEO]
 
Computermodell genauer als herkömmliche CT-Aufnahme
«Wir haben 4000 einzelne Röntgenbilder aus verschiedenen Richtungen von der Enigma aufgenommen und diese anschließend algorithmisch in ein 3D-Bild rekonstruiert», sagt Direktor Thorsten Buzug. «Wenn man die Dosis bei einem Menschen angewendet hätte, dann wäre es eher eine Strahlentherapie gewesen.» Doch bei der alten Kriegstechnik spielt die Strahlendosis keine Rolle. Das so entstandene Computermodell ist deutlich detaillierter als Bilder eines herkömmlichen CT im Krankenhaus. Deren Auflösung liege bei unter einem Millimeter, sagt Buzug. «Wir kommen hier deutlich in den Mikrometer-Bereich.»
 
ENIGMEN IN DER OSTSEE:
Funde aus dem Zweiten Weltkrieg: Maschinen werden erforscht und restauriert

Enigmen in der Ostsee : Funde aus dem Zweiten Weltkrieg: Maschinen werden erforscht und restauriert | shz.de
 
Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein
ENIGMA im Computertomographen: Digitale Archivierung archäologischer Fundstücke

schleswig-holstein.de - Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein - ENIGMA im Computertomographen (schleswig-holstein.de)
 
Presse | Medien - Fraunhofer IMTE

„Die digitale Archivierung der ENIGMA soll nur der Auftakt zu einer längerfristigen Kooperation beider Institutionen sein“ sagt Prof. Thorsten Buzug, Direktor des Fraunhofer IMTE, „dabei sollen neue Methoden und virtuelle Darstellungsformate mit weiteren archäologischen Fundstücken etabliert werden“, denn letzten Endes sei die archäologische Spurensicherung der medizinischen Diagnostik technisch doch sehr verwandt. „Die ENIGMA- Geräte sind archäologische Funde, die vom Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit den Findern und Experten erfasst, untersucht, erforscht und publiziert werden“ stellt der Leiter des ALSH, Dr. Ulf Ickerodt heraus. „Wir sind froh, mit dem Fraunhofer IMTE einen regionalen wissenschaftlichen Partner gefunden zu haben, mit dem die Restaurierung solcher Fundstücke besser geplant werden kann.“ Restauriert und ausgestellt werden die Funde dann schließlich in der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf.
 
 



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